„Día de los muertos & A scheene Leich“

Mexikanischer Totenaltar

Sonderausstellung
10. Oktober 2017 bis 31. März 2018
Bestattungsmuseum am Wiener Zentralfriedhof

Ein üppig dekorierter mexikanischer Totenaltar – ein Altar de Muertos – steht im Zentrum dieser Schau im Bestattungsmuseum. Grellbunte Scherenschnitte mit grinsenden Totenschädeln und tanzenden Skeletten, leuchtende Blumen, die farbstark die Toten anlocken, Bilder von Verstorbenen und Kerzen schmücken den Altar, der aussieht wie eine aztekische Stufenpyramide.

Der „Día de los muertos“ entspricht unserem Allerseelentag und zählt seit 2003 zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit. An diesem Tag kehren die Toten ins Reich der Lebenden zurück, so jedenfalls die Vorstellung in Mexiko. Daher ist es auch keineswegs ein trauriges Fest. Fröhliche „Mariachi“-Musik gehört dazu: Klassiker wie „Cucurrucucú“ oder „Las Mañanitas“.

Die Ausstellung schlägt auch eine Brücke zur „Schönen Leich“, wie man in Wien ein Prachtbegräbnis nennt: mit Wienerliedern wie „Erst wenn’s aus wird sein“ und dem Pompfüneberer, wie der Bestatter heißt. Gewidmet ist der Altar zudem all jenen, die auf dem Wiener Zentralfriedhof ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

Gestaltet wird die Installation von Peter O. F. Handschmann und Erika Navas. Das Duo integriert auch eigene Arbeiten in die Sonderausstellung. Es hat bei Christian Ludwig Attersee, einem der bedeutendsten österreichischen Maler der Gegenwart, studiert. Navas, ihr Vater ist Mexikaner, ist zudem eine renommierte Kostümbildnerin.